Ehrenamt heißt für mich …
"... nicht immer nur von der Gesellschaft zu nehmen, sondern was zurückzugeben. Ich trage im Rahmen meiner Tätigkeit im Jugendausschuss dazu bei, dass der Spielbetrieb bei den Junioren in unserem Fußballkreis am Laufen gehalten wird."
Zur Person: Matthias Hentschel (Staffelleiter im Jugendausschuss und DFBnet-Verantwortlicher für die Junioren), Alter: 54, Beruf: Softwareingenieur, Wohnort: Ahrensfelde
Wie begann deine ehrenamtliche Arbeit?
"Als mein Sohn 2010 sich endlich beim Fußball anmelden durfte (damals war es wohl erst ab 6 Jahren möglich), stand ich als Papa auch bei jedem Training am Rand, um ihm zuzuschauen. Irgendwann kam dann die Frage des Trainers, ob ich mithelfen würde. Da ich früher Handball gespielt habe, war Sport jetzt kein Fremdwort für mich und so wurde ich dann letztendlich Fußballtrainer, kurze Zeit später habe ich dann auch die C-Lizenz gemacht.
Seit August 2017 bin ich Mitglied des Jugendausschusses. Das Traineramt habe ich damit aufgegeben, um mich diesen neuen Aufgaben voll widmen zu können. Ich wollte was verändern."
Matthias, welche Aufgaben hast Du im Jugendausschuss unseres Fußballkreises?
"Ich bin seit 2017 der DFBnet-Verantwortliche für die Junioren, was bedeutet, dass ich für das Anlegen der Spielpläne für alle Junioren-Staffeln im Fußballkreis verantwortlich bin. Aktuell sind es bei den A- bis F-Junioren im Ligaspielbetrieb ca. 30 Staffeln. Außerdem bin ich noch Staffelleiter für die G- und F-Junioren in der Spielform „Kinderfußball“."
Thema „Kinderfußball“: Wo liegt für Dich die Notwendigkeit dieser Spielform?
"Als mein Sohn bei den G-Junioren noch im Modus 6+1 spielte, gab es immer mal Situationen, wo Spieler sich in der „Abwehr“ langweilten oder Blümchen pflückten, weil sie nie den Ball bekommen haben.
Beim Kinderfußball spielen alle Kinder, egal, ob talentiert oder weniger talentiert. Alle haben eine Chance, Fußball zu spielen. So besteht die Chance, dass bei den noch aktuell wenig talentierten Spielern, mal der Knoten platzt. Und was gerade heute im „Handyzeitalter“ wichtig ist: sie treiben Sport! Ansonsten hat man in dieser Spielform mehr Ballaktionen und mehr Erfolgserlebnisse."
Kannst Du den zeitlichen Aufwand für deine ehrenamtliche Tätigkeit in Zahlen fassen?
"Für das Anlegen der Spielpläne brauche ich ca. 6 Wochen im Sommer für die Vorrundenstaffeln und für die Hauptrunden dann 4 Wochen, also den Januar. Ich sitze dann nach der Arbeit täglich bis zu 4 Stunden noch am Laptop und versuche alle Meldewünsche der Vereine zu erfüllen.
In meiner Aufgabe als Staffelleiter für den Kinderfußball habe ich täglich was zu tun, mal mehr, mal weniger. Bis zum heutigen Tag habe ich in dieser Saison ca. 80 Kinderfußballturniere organisiert, es folgen noch 30 weitere bis zum Saisonende im Juli."
Bleibt neben der Tätigkeit im Jugendausschuss noch Zeit für andere Hobbys?
"Ich betreibe natürlich auch noch etwas Sport. Vor ein paar Jahren bin ich wieder einem Handballverein in Bernau beigetreten. Dort spielen wir aber meistens Fußball. Außerdem gehe ich noch einmal pro Woche zu einem deepWork-Kurs bei uns im Ort."
Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du dir für die Nachwuchsarbeit in unseren Fußballkreis wünschen?
"Ich würde mir viele neue Trainer und Betreuer für unsere Junioren wünschen, damit der Fußball im Juniorenbereich weiter funktioniert."
Matthias, wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute und danken für das Interview.
(P. Golle – Öffentlichkeitsarbeit /DFBnet)
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