Ehrenamt heißt für mich …
…. eine Verpflichtung der Gesellschaft gegenüber. Ich möchte einfach etwas zurückgeben.
Zur Person: Paul Olschewski (Kassenwart des Fußballkreises), Alter: 36, Beruf: Prokurist, wohnt in Lehnitz, ist verheiratet und hat 2 Kinder
Wie begann deine ehrenamtliche Arbeit?
"Der FSV Hohenbruch ist mein Heimat- und Herzensverein.
Ich habe mit 9 Jahren dort angefangen Fußball zu spielen und mich auch neben dem Platz im Verein zu engagieren. Ich bin seit Gründung des Vereins aktiv. Ob an der Kasse, dem Imbiss oder bei anfallenden Baumaßnahmen ich habe mich immer für meinen Verein eingesetzt, später auch mehrere Jahre als zweiter Vorsitzender und aktuell noch als Schiedsrichter-Beauftragter, Mediator und Versammlungsleiter.
Seit 2017 bin ich als Schiedsrichter auf den Plätzen unseres Fußballkreises unterwegs, in der Vergangenheit auch als Landesschiedsrichter.
Zu Beginn des Jahres 2018, in einem Gespräch mit Wilfried Riemer, einem anschließenden Austausch mit dem damaligen Kassenwart Gerhard Jung und vor allem dem Austausch mit meiner Frau, habe ich mich um die Nachfolge als Kassenwart beworben. Seit unserem 2. Kreistag im Mai 2018 bin ich nun für die Finanzen im Fußballkreis verantwortlich."
Paul, welche Aufgaben hast Du als Kassenwart unseres Fußballkreises?
- Haushaltsplanung
- Rechnungslegung an die Vereine
- Abrechnungen der Funktionäre
- Prüfung und Bezahlung von Rechnungen
- Abrechnung gegenüber dem Fußball-Landesverband
- Controlling der Kostenstellen des FKs
- Unterstützung bei vielen Veranstaltungen des FKs
- Unterstützung bei administrativen Aufgaben innerhalb des FKs
"Es ist schon eine sehr umfassende Aufgabe und erfordert viel Disziplin und interne Organisation."
Kannst Du den zeitlichen Aufwand für vorgenannten Aufgaben in Zahlen fassen?
"Nun ja …
Ich denke 15 Stunden in der Woche kommen da bestimmt zusammen. Und das nicht nur während der Spielzeiten, sondern ganzjährig auch in der Sommerpause (u.a. Abrechnung der Rückrunde und Versand der Startgebühren) und in der Winterpause (u.a. Abrechnung der ersten Halbserie)."
Thema „Bürokratieabbau, fehlende Digitalisierung, alte Strukturen“: Was würdest Du gern ändern?
"Ich trete für einen offenen und transparenten Umgang mit den Vereinen ein."
Fehlende Digitalisierung: "Bei uns im Kreis sind wir bei der digitalen Rechnungslegung auf einem sehr guten Weg. Doch der interne Monatsabschluss gegenüber dem Landesverband bedeutet immer noch 500 bis 1000 Blatt Papier, Monat für Monat!"
Bürokratieabbau: "Der bürokratische Aufwand aufgrund der rechtlichen Grundlagen ist immens. Das betrifft nicht nur das tägliche Leben, sondern natürlich auch den Bereich des Sports."
Bleibt neben der Tätigkeit als Kassenwart noch Zeit für andere Hobbys?
"Familie und Freunde, Haus und Garten, und natürlich der Fußball."
Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du dir für unseren Fußballkreis wünschen?
"Ich wünsche mir mehr Mut zum Handeln und zur Veränderung."
Paul, wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute und danken für das Interview.
(P. Golle – Öffentlichkeitsarbeit /DFBnet)
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