8-Sekunden-Regel: „Der Ball soll rollen – nicht beim Keeper verkümmern“
Zum Start der Saison 2025/2026 wird eine neue Regel im Fußball eingeführt: Torhüter dürfen den Ball nur noch acht Sekunden in der Hand behalten, bevor sie ihn wieder ins Spiel bringen müssen.
Was wie eine kleine Anpassung klingt, soll den Spielfluss verbessern und das Zeitspiel minimieren. Marko Schmidt, Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses im Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB), begrüßt die Neuerung ausdrücklich – und zieht im Interview Parallelen zu anderen Regeländerungen der vergangenen Jahre:
Marko, ab der neuen Saison gilt im deutschen Fußball eine 8-Sekunden-Regel für Torhüter. Wie bewertest du das?
"Ich finde die Regeländerung top. Es ist eine tolle Sache und ein wichtiges zusätzliches Werkzeug für uns Schiedsrichter, um das Spiel lebendig zu halten. Gerade im Amateurbereich sehen wir ohnehin, dass die Regel oft besser umgesetzt wird als bei den Profis – was man da manchmal sieht, ist wirklich eine Katastrophe. Der Ball soll rollen – nicht beim Keeper verkümmern!"
Wie wird die Umsetzung konkret aussehen?
"Spätestens wenn der Schiedsrichter anfängt, die letzten fünf Sekunden mit der Hand herunterzuzählen, wird der Torhüter reagieren. Die neue Regel gibt uns ein klares Signal: Wir dulden kein Hinauszögern mehr, nur um Zeit zu schinden. Für Spieler, Zuschauer und nicht zuletzt für den Spielfluss ist das ein Gewinn."
In den vergangenen Jahren wurden bereits andere Regeländerungen eingeführt – etwa das Stopp-Konzept bei Spielunterbrechungen oder die sogenannte Kapitänsregel. Wie fällt dein Gesamtfazit dazu aus?
"Ich bin mit diesen Entwicklungen sehr zufrieden. Das Stopp-Konzept und die klare Rollenverteilung durch die Kapitänsregel haben unsere Arbeit auf dem Platz spürbar verbessert. Sie schaffen Ordnung, Fairness und Klarheit – und genau in diese Richtung geht auch die neue 8-Sekunden-Regel."
Rechnest du mit Problemen bei der Umsetzung?
"Nein, denn der Grundgedanke ist einfach – und er ist für alle verständlich. Wichtig ist, dass die Kommunikation mit Spielern und Vereinen stimmt. Wir als FLB bereiten unsere Schiedsrichter umfassend vor und geben klare Hinweise. Letztlich geht es nicht um Bürokratie, sondern um den Spaß am Spiel."
Von 6 auf 8 Sekunden – was sich für Torhüter ändert
Bisher:
Schon seit 1997 galt: Ein Torhüter darf den Ball nur sechs Sekunden mit den Händen kontrollieren.
Doch: Die Regel wurde kaum durchgesetzt – viele Keeper ließen sich (besonders im Profibereich) viel länger Zeit.
Neu ab 2025/26:
Die 8-Sekunden-Regel ersetzt die alte Praxis – und wird sichtbar und hörbar vom Schiedsrichter angewendet. Wenn’s zu lange dauert, wird ab 5 heruntergezählt – und bei Missachtung gibt’s Konsequenzen: Ecke für den Gegner.
Ziel:
Mehr Spielfluss, weniger Zeitspiel – für fairen, lebendigen Fußball, auch im Amateurbereich.
(Quelle: www.flb.de)
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