Ehrenamt heißt für mich …
… meine über die Jahre gewonnene Erfahrung als Schiedsrichter und Ehrenamtler, wie ich sie damals von erfahrenen Kollegen erhalten habe, an lernwillige und ambitionierte Schiedsrichter weitergeben zu können.
Zur Person: Name: Florian Lukawski, Alter: 27, Beruf: Finanzbeamter, Wohnort: Oranienburg, Familienstand: ledig
Was hat dazu geführt, dass Du im Schiedsrichterausschuss im Fußballkreis Oberhavel / Barnim tätig bist?
"Ich habe mich schon früh für die Arbeit „hinter den Kulissen“ interessiert und wollte mich nicht nur auf das reine Hobby des Pfeifens beschränken. Auch weil viele, mir lieb gewonnene Weggefährten im Ausschuss tätig waren, war es ein stückweit auch Zeit mit Freunden zu verbringen."
Florian, Du bist als stellvertretender Vorsitzender und als Lehrwart tätig. Welche Aufgaben hast Du insbesondere als Lehrwart im Schiedsrichterausschuss?
"Mittlerweile geht es vor allem um die Koordination, sodass alles (rechtzeitig) terminiert ist. Vor allem die Organisation und Durchführung der 2x im Jahr stattfindenden Anwärterlehrgänge liegt in meiner Hand. Dies hat enorm an Bedeutung gewonnen, da die Anmeldezahlen in den letzten Jahren extrem angestiegen sind. Ich habe aber auch Glück mit fleißigen Referenten wie Jonas Marx, Maurice Schmidt oder auch Tim Gerstenberg, die mich da in der Lehrarbeit sehr gut unterstützen."
Kannst Du den zeitlichen Aufwand für deine ehrenamtliche Tätigkeit in Zahlen fassen?
"Nein, aufgrund der Anwärterlehrgänge fluktuiert der Aufwand extrem. Dank meiner Familie und der aktiven Schiedsrichterkarriere im NOFV/ DFB ist der Zeitaufwand aber zum Glück flexibel aufteilbar."
Florian, Du pfeifst auf NOFV-Ebene in der Regionalliga. Was an wertvollen Erfahrungen kannst Du insbesondere jungen Schiedsrichtern mitgeben?
"Dranbleiben, das ist das Allerwichtigste. Wir Schiedsrichter leben von Erfahrungswerten und nehmen diese immer wieder neu mit in unsere kommenden Spiele. Mit steigender Erfahrung fällt uns selbst das Lösen von anfänglich komplex vorkommenden Situationen leichter. Vorausgesetzt, das Fundament an Fitness und Wissen stimmt . Daneben fokussiert bleiben und nicht gleich den Kopf in den Sand stecken, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht."
Hast Du einen besonderen Tipp, den Du mit uns teilen möchtest?
"Bodenständig bleiben und an sich selbst ständig arbeiten, nie zufrieden sein. Insbesondere in der heutigen Zeit schneller und extremer Aufstiege finde ich, dass zu schnell eine zu hohe Selbstzufriedenheit eintritt. Jedoch ist der Weg lang und eher ein Marathon, um in höhere Spielklassen zu kommen bzw. seine Spiele in der derzeitigen Spielklasse angemessen leiten zu können."
Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du dir für das Schiedsrichter- und Lehrwesen in unseren Fußballkreis wünschen?
"Das wir noch mehr als Schiedsrichter unseres Fußballkreises eine Gemeinschaft werden und zusammenwachsen, sich noch mehr ein „WIR“-Gefühl entwickelt. Das macht unser tolles Hobby aus und deshalb bleiben wir auch dran, an der Pfeiferei.
Natürlich aber auch, dass wir tolle Schiedsrichter hervorbringen und sie uns entsprechend (über-)regional mal vertreten werden. "
Lieber Florian, wir wünschen Dir und Deiner Familie weiterhin alles Gute und danken für das Interview.
(J. Röttger – Öffentlichkeitsarbeit /Social Media)
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