Ehrenamt heißt für mich …
„… meine Erlebnisse rund um den Fußball an die nächste Generation weiterzugeben. Aus meiner Sicht ist das Ehrenamt sehr wichtig für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“
Zur Person: Detlef Rudolph, Vorsitzender des Sportgerichts , Alter: 74, Beruf: Rentner, Wohnort: Liepe, Familienstand: verheiratet, 2 erwachsene Kinder und 4 Enkel
Wie begann deine ehrenamtliche Arbeit?
„1986 beendete ich meine aktive Laufbahn als Fußballer und engagierte mich fortan im Jugendausschuss des damaligen Fußballkreises Eberswalde. Im selben Jahr wurde ich auch als Beisitzer im Sportgericht aktiv.
Ab 1991 war ich im neuen Fußballkreis Barnim bis zur Zusammenführung der Fußballkreise Oberhavel und Barnim als stellvertretender Vorsitzender im Sportgericht tätig.
Mit der Fusion der Fußballkreise Oberhavel und Barnim übernahm ich das Amt des Vorsitzenden des Sportgerichts.
Seit 2018 arbeite ich auch im Verbandsgericht des FLB und bin dort seit 4 Jahren der stellvertretende Vorsitzende des Sportgerichts.“
Detlef, welche Aufgaben hast Du als Vorsitzender des Sportgerichts unseres Fußballkreises?
„Meine Hauptaufgabe ist es, die Anträge von Staffelleitern, Vereinen oder Mitgliedern aus unserem Fußballkreis fristgerecht zu bearbeiten.
Für die Bearbeitung der vorliegenden Anträge ist das gute Zusammenspiel zwischen Sportrichter und seinen Beisitzern bei der Urteilsfindung wichtig.“
Thema „Unsportlichkeit auf dem Platz“: Wie beurteilst Du die Entwicklung auf unseren Fußballplätzen?
„Die Verrohung hat auf und neben den Fußballplätzen in den letzten Jahren stark zugenommen. Es mangelt an Respekt gegenüber Gegenspielern, Schiedsrichtern und Zuschauern. Besonders zugenommen haben Respektlosigkeiten gegenüber Schiedsrichtern.“
Kannst Du den zeitlichen Aufwand für deine ehrenamtliche Tätigkeit in Zahlen fassen?
„Das kann ich nicht genau beziffern. Je nach Antragseingang versuche ich, nach bestem Wissen und Gewissen, die Themen abzuarbeiten.
Nach ca. 40 Jahren im Sportgericht des Kreises, werde ich mich zum kommenden Kreistag nicht mehr zur Wahl stellen. Ich denke es ist Zeit Anderen das Ruder zu überlassen.“
Bleibt neben der Tätigkeit im Sportgericht noch Zeit für andere Hobbys?
„Ich unterstütze meinen Enkel, der bei Fortuna Britz Fußball spielt und versuche dort nach Möglichkeit die Spiele als Zuschauer zu begleiten. Fußball ist mein Leben.“
Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du dir für den Bereich des Sportgerichts in unseren Fußballkreis wünschen?
„Ich wünsche mir, dass die Fußballer und Verantwortlichen, mit klarem Kopf agieren und somit die Anzahl der sportgerichtlichen Entscheidungen deutlich absinkt. Alle sollten sich auf und neben dem Platz mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
Persönlich wünsche ich mir, dass ich noch viele, viele Fußballspiele besuchen kann.“
Detlef, wir danken Dir für die jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit wünschen Dir und Deiner Familie für die kommende Zeit alles erdenklich Gute, danken für das Interview und vielleicht trifft man sich auf den Fußballplätzen unseres Fußballkreises.
(P. Golle – Öffentlichkeitsarbeit /DFBnet)
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