Urteile des Jugendsportgerichts Fußballkreis Oberhavel /Barnim


Aktenzeichen 00043-17/18-JSGOHV/B

In der Sportrechtssache gegen den Verein SG Schönfließ 2010 wegen des Spielabbruchs im Meisterschaftsspiel der D-Junioren Kreisliga, angesetzt am 17.03.2018, SC Oberhavel Velten – SG Schönfließ, hat das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim durch seinen Vorsitzenden im Einzelrichterentscheid § 9 ( 3 ) RuVO des FLB als Einzelrichter im schriftlichen Verfahren am 28.03.2018 für Recht erkannt:

  1. Das abgebrochene Meisterschaftsspiel der D-Junioren Kreisliga, Spiel-Nr. 610089053, angesetzt am 17.03.2018, SC Oberhavel Velten - SG Schönfließ, wird gemäß § 29 ( 4 ) der SpO des FLB mit den Ist – Toren gewertet.
  2. Die Urteilsgebühr des Verfahrens trägt der Verein SG Schönfließ 2010.

Gründe:
Auf Antrag vom 19.03.2018 durch den Staffelleiter der D - Junioren Kreisliga, hatte das Jugendsportgericht des FK Oberhavel/Barnim über den Spielabbruch durch die SG Schönfließ 2010 zu entscheiden.
Das Verfahren wurde auf Grund des Vorliegens der entsprechenden Voraussetzungen, gemäß § 16 ( 2 ) RuVO des FLB im schriftlichen Verfahrensgang durchgeführt.
Eine Stellungnahme des Vereins SG Schönfließ 2010 lag vor. Der Antrag auf sportgerichtliche Entscheidung wurde durch den Staffelleiter der D - Junioren Kreisliga, Form und Fristgerecht eingereicht.
Die D - Junioren der SG Schönfließ 2010 führen zum o.g. Spiel laut Spielprotokoll mit zehn einsatzfähigen Spielern. Davon verletzten sich laut Stellungnahme der SG Schönfließ während der ersten Halbzeit fünf Spieler so schwer, dass sie in der zweiten Halbzeit nicht mehr einsatzfähig waren.
Laut Kleinfeldregeln des FLB wird mit 8er Mannschaften (7 Feldspieler und 1 Torwart) gespielt, davon müssen mindestens 6 Spieler einschließlich Torwart spielbereit sein. Zu Beginn der zweiten Halbzeit waren jedoch nur noch 5 Spieler einschließlich des Torwartes spielbereit, so das eine Weiterführung des Spiels nicht mehr möglich gewesen ist und das Spiel auf Antrag abzubrechen war.
Die Wertung des Spiels erfolgte laut § 29 ( 4 ) SpO des FLB nach den Ist - Toren, da der Gegner mehr als einen Zwei - Tore - Vorsprung erzielt hatte.
Der Spielabbruch begründet die Punkte 1. - 2. des Urteils.
Die Urteilsgebühr ergibt sich nach § 37 der RuVO des FLB aus der schuldhaft verursachten Verhandlung.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00030-17/18-JSGOHV/B

In der Sportrechtssache gegen den Verein 1. SV Oberkrämer 11 wegen des Nichtantretens zum Meisterschaftsspiel der B-Junioren Kreisliga, angesetzt am 06.12.2017, SV Altlüdersdorf - 1. SV Oberkrämer 11, hat das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/ Barnim für Recht erkannt:

  1. Das nicht ausgetragene Meisterschaftsspiel der B-Junioren Kreisliga, Spiel-Nr. 610085033, angesetzt am 06.12.2017, SV Altlüdersdorf - 1. SV Oberkrämer 11, wird wegen schuldhaften Nichtantretens des Vereins 1. SV Oberkrämer 11 gemäß § 29 Abs.4 a) SpO des FLB mit 0:2 Toren für den Verein 1. SV Oberkrämer 11 als verloren gewertet.
  2. Darüber hinaus wird der Verein 1. SV Oberkrämer 11 gemäß Anh. 2.1 ( p. ) RuVO des FLB zu einer Geldstrafe in Höhe von 200,00 Euro verurteilt.
  3. Die anteiligen Kosten des Verfahrens trägt der Verein 1. SV Oberkrämer 11.

Gründe:
Die B - Junioren des 1. SV Oberkrämer 11 traten zum o.g. Nachholspiel nicht an.
Nachdem das Meisterschaftsspiel der B - Junioren Nr.033 am 26.11.2017 aufgrund der Witterungsbedingungen in Altlüdersdorf nicht stattfinden konnte, setzte der Staffelleiter das Spiel auf den 06.12.2017 um 19:00 Uhr neu an, mit der Maßgabe das sich beide Vereine über einen anderen Nachholtermin abstimmen können.
Die Kommunikation beider Vereine lief über Whats App, ohne jedoch den Staffelleiter über den offiziellen Weg mit einzubeziehen. Dazu heißt es in der ergänzenden Wettspielanweisung für den Juniorenspielbetrieb des FK OHV/ BAR in Punkt 8.1 Das DFBnet - Postfach ist das offizielle Informations- und Kommunikationsmittel für die Verantwortlichen der Vereine und Ausschüsse im Nachwuchsbereich untereinander und auch in allen anderen Bereichen wie den FLB.
Eine erste offizielle Anfrage wurde laut Staffelleiter am 05.12.2017 eingereicht, das heißt einen Tag vor dem angesetzten Nachholtermin, in dem durch die Vereine Samstag der 24.02.2018 favorisiert wurde.
Dieser Termin wurde vom Staffelleiter jedoch abgelehnt, da den Vereinen auf mehreren Sitzungen im Nachwuchsbereich mitgeteilt wurde und dies auch in Protokollen festgehalten ist, dass Samstagsspiele im Nachwuchs mit angesetzten Schiedsrichtern im FK OHV/BAR aufgrund der angespannten Schiedsrichtersituation nicht möglich sind.
Der neue Terminwunsch ging dem Staffelleiter am 06.12.2017 um 17:34 Uhr per DFBnet durch den SV Altlüdersdorf zu. Eine Bestätigung durch den 1. SV Oberkrämer 11 erfolgte nicht. Dieser Termin wurde durch den Staffelleiter nicht mehr bearbeitet oder bestätigt, so das die im DFBnet veröffentlichte Ansetzung (Termine, Anstoßzeiten, Spielorte etc.) für beide Vereine verbindlich war.
Ein angesetzter Schiedsrichter war vor Ort um dieses Spiel zu leiten.
Im § 6 Abs. 5 und 6 der Satzung des FLB heißt es dazu. " Veröffentlichungen und Bekanntmachungen der Verbandsorgane können erfolgen über die eingerichteten elektronischen Postfächer des DFBnet. Die Verbandsmitglieder sind verpflichtet, sich vom Inhalt der vorbenannten Bekanntmachungen Kenntnis zu verschaffen. Einwendungen, dass die Veröffentlichungen bei Nutzung der in Ziffer 5 genannten Mittel den Empfänger nicht bekannt gewesen seien, sind unbeachtlich.
Das schuldhafte Nichtantreten begründet die Punkte 1. - 3. des Urteils.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00026-17/18-JSGOHV/B

Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim hat in der Sportrechtssache wegen des Einsatzes eines Spielers ohne Spielberechtigung beim Meisterschaftsspiel der E-Junioren Kreisliga am 10.11.2017 gegen den Verein SV Glienicke-Nordbahn in der Besetzung Einzelrichterentscheid § 9 (3) RuVO des FLB für Recht erkannt:

  1. Der Verein SV Glienicke-Nordbahn wird wegen des Einsatzes eines Spielers ohne Spielberechtigung  gemäß § Anh. 2. 1.g) RuVO des FLB zu einer Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.
  2. Die Wertung des Spiels erfolgt gemäß § 29 (4) der SpO des FLB nach den Ist - Toren.
  3. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein SV Glienicke-Nordbahn.

Gründe:
Der Spieler G. vom SV Glienicke II wurde in die Spalte, Spieler die nicht auf der Spielberechtigungsliste stehen eingetragen. Auf Mailanfrage des Staffelleiters nach dem Pass des Spielers G. wurde ihm bestätigt, dass dieser Name nicht bekannt sei, es nur ein Spitzname vom Spieler ist und dieser keinen Spielerpass beim SV Glienicke - Nordbahn besitzt. Das selbe wurde im Mailverlauf durch den Sk Handt bestätigt. Die Wertung des Spiels erfolgt nach den Ist - Toren, wenn der Gegner mehr als einen Zwei – Tore - Vorsprung erzielt hat.
Der Einsatz eines Spielers ohne Spielberechtigung begründet die Punkte 1. - 3. des Urteils.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00025-17/18-JSGOHV/B

Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim hat in der Sportrechtssache wegen Schiedsrichterbeleidigung durch Zuschauer im Meisterschaftsspiel der C-Junioren Kreisliga am 19.11.2017 gegen den Verein TuS 1896 Sachsenhausen für Recht
erkannt:

  1. Der Verein TuS 1896 Sachsenhausen wird wegen Schiedsrichterbeleidigung durch Zuschauer und Verstoß gegen § 20 (7) der SpO des FLB zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein TuS 1896 Sachsenhausen.

Gründe:
Im o.g. Meisterschaftsspiel der C - Junioren stellte der gastgebende Verein trotz Aufforderung durch den Schiedsrichter keine Ordner. Laut § 20 (7) SpO des FLB haben Vereine bei ihren Spielen für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Der Platzverein hat eine ausreichende Anzahl von Platzordnern zu stellen, die einheitlich und auffällig kenntlich gemacht sein müssen. In der Stellungnahme von TuS Sachsenhausen wurde bemerkt, dass der Verein "keine Notwendigkeit sah, Ordner bereit zu stellen". Somit verstieß TuS Sachsenhausen gegen die Satzung und Ordnung des FLB sowie gegen die Aufforderung des Schiedsrichters. Die Schiedsrichterbeleidigung durch Zuschauer des Spiels ereignete sich laut Aussage des Schiedsrichters in der 50. min, als der Schiedsrichter durch einen Zuschauer als " Arschloch " beschimpft wurde. Dieser Situation vorausgegangen waren nach übereinstimmender Aussage des Schiedsrichters und der Stellungnahme von TuS Sachsenhausen mehrere Unmutsäußerungen während des Spiels durch Zuschauer, die mit der Art und Weise der Spielleitung sowie der Entscheidungen des Schiedsrichters nicht einverstanden waren. Aufgrund der Nichtstellung von Ordner durch TuS Sachsenhausen konnte hier nicht beruhigend auf die Zuschauer eingewirkt werden.
Der Verstoß gegen den § 20 (7) der SpO des FLB sowie die Schiedsrichterbeleidigung begründen die Punkte 1. - 2. des Urteils.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00024-17/18-JSGOHV/B

Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/ Barnim hat in der Sportrechtssache gegen den Spieler L. (SG Schönfließ 2010) wegen seines Feldverweises beim Meisterschaftsspiel der C-Junioren Kreisliga am 17.11.2017 für Recht erkannt:

  1. Der Spieler L. (SG Schönfließ 2010) wird wegen Beleidigung und Tätlichkeit gemäß § 8a (1) RuVO in Verbindung mit § Anh. 1. 1.j) RuVO des FLB für die dem Feldverweis folgenden 3 Spieltage der C-Junioren Kreisliga für jeglichen Spielbetrieb seines Vereins SG Schönfließ 2010 gesperrt.
  2. Darüber hinaus ist der Spieler L. (SG Schönfließ 2010) bis zum Ablauf der Sperre unter Ziffer 1 auch für alle anderen Meisterschaftsspiele einer Mannschaft seines Vereins gesperrt.
  3. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein SG Schönfließ 2010.

Gründe:
Der SK L. wurde im o.g. Spiel des Feldes verwiesen. Vorausgegangen war eine Beleidigung und Tätlichkeit gegen seinen Gegenspieler. Der SK L. bezeichnete seinen Gegenspieler als " schwul " und nahm ihn während eines Eckstoßes in den Schwitzkasten und drückte ihn zu Boden. Bei Ahndung dieses Vergehens durch Pfiff des Schiedsrichters löste sich der SK L. sofort von seinem Gegenspieler und verließ nach Zeigen der roten Karte durch den Schiedsrichter ohne Kommentar den Platz.
Auf die Anfrage des Jugendsportgerichts nach den Gründen für sein Verhalten gab der SK L. an, dass er mehrfach während des Spiels von seinem Gegenspieler berührt worden sei. Dies konnte durch den Schiedsrichter in der Befragung nicht bestätigt werden.
Die Beleidigung sowie die Tätlichkeit begründen die Punkte 1. - 3. des Urteils.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00023-17/18-JSGOHV/B

Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim hat in der Sportrechtssache gegen den Trainer A - Jun. Hackius, Torsten (TuS 1896 Sachsenhausen) wegen Schiedsrichterbeleidigung im Meisterschaftsspiel der A-Junioren Kreisliga am 19.11.2017 für Recht erkannt:

  1. Der Trainer A - Jun. Hackius, Torsten (TuS 1896 Sachsenhausen) wird wegen Schiedsrichterbeleidigung gemäß § 8 (2) d) RuVO des FLB zu einem Verbot des Aufenthaltes im Innenraum des Sportgeländes für 3 Spiele verurteilt, davon wird ein Spiel zur Bewährung ausgesetzt. Die Sperre gilt ab dem 05.12.2017
  2. Der Trainer A - Jun. Hackius, Torsten (TuS 1896 Sachsenhausen) wird wegen Schiedsrichterbeleidigung gemäß § Anh. 2. 1.n) RuVO des FLB unter Mithaftung seines Vereins TuS 1896 Sachsenhausen zu einer Geldstrafe in Höhe von 75,00 Euro verurteilt.
  3. Die Kosten des Verfahrens trägt der Trainer A - Jun. Hackius, Torsten unter Mithaftung seines Vereins TuS 1896 Sachsenhausen.
  4. Der sofort Vollzug wird angeordnet.

Gründe:
Der Trainer der A II - Junioren von TuS Sachsenhausen SK Hackius, Torsten wurde in der Halbzeitpause des o.g. Meisterschaftsspiels durch den Schiedsrichter des Innenraums des Sportplatzes verwiesen. Vorausgegangen war eine versuchte Kontaktaufnahme des SK Hackius mit dem Schiedsrichter in der Halbzeitpause beim Gang zu den Kabinen.
Dabei sprach der SK Hackius den Schiedsrichter an, und fragte ihn nach eigenen Bekunden: "Wer er denn sei, und warum er in einem Juniorenspiel mit so einer arroganten Art und Weise auftritt". Durch den Schiedsrichter wurde diese Situation jedoch anders dargestellt. So soll der SK Hackius den Schiedsrichter mit den Worten: "Du Pfeife, halt mal die Fresse!" beleidigt haben.
Das Jugendsportgericht geht auf Grund der vorliegenden Stellungnahme, sowie der Einlassung des SK Hackius bei der Sportgerichtsverhandlung davon aus, dass die Situation, wie vom Schiedsrichter geschildert, geschehen ist.
Die Schiedsrichterbeleidigung begründet die Punkte 1. - 4. des Urteils.

(A. Krüger - Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00021-17/18-JSGOHV/B


Das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim hat in der Sportrechtssache gegen den Verein SV Fürstenberg wegen Verstoß gegen die Fairplay Richtlinien sowie die Bedrohung eines Funktionärs im Meisterschaftsspiel der F-Junioren 1.Kreisklasse am 10.11.2017 für Recht erkannt:

  1. Der Verein SV Fürstenberg wird wegen den Verstoß gegen die Fairplay Richtlinien sowie die Bedrohung eines Funktionärs des FK OHV/BAR gemäß § 8 (3) a) RuVO in Verbindung mit § Anh. 2. 1.r) RuVO des FLB zu einer Gesamtgeldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.
  2. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein SV Fürstenberg.

Gründe:
Bei der Beobachtung des o.g. Spiels, stellte der Staffelleiter gravierende Fehler in der Durchführung des Spiels durch den Gastgeberverein SV Fürstenberg fest. Das Spiel wurde auf dem Kleinfeldplatz am Vereinsheim des SV Fürstenberg ausgetragen. Eine Trainerzone und eine getrennte, gekennzeichnete Elternzone wurden durch die Verantwortlichen aus Fürstenberg nicht eingerichtet, so dass die Trainer gemeinsam mit den Eltern direkt am Spielfeldrand standen. Am Spielfeldrand wurden einige männliche Personen aus Fürstenberg mit Bierflaschen beobachtet, die Bier konsumierten und lautstark in das Spielgeschehen der F-Junioren eingriffen.
Es wurde durch die Zeugin bei der Sportgerichtsverhandlung berichtet. Eine männliche angetrunkene Person sei nach der Aussprache des Staffelleiters mit den Verantwortlichen aus Fürstenberg auf der Suche nach dem Staffelleiter, um diesen nach eigenen Aussage "auf die Fresse" zu hauen.
Der Verstoß gegen die Fairplay Richtlinien sowie die Bedrohung des Funktionärs führten zu den Punkten 1. - 2. des Urteils.

(A. Krüger – Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00014-17/18-JSGOHV/B

In der Sportrechtssache gegen die Vereine BSV Rot-Weiß Schönow und SV Biesenthal 90 wegen des Nichtantritts zum Meisterschaftsspiel der E-Junioren 1.Kreisklasse hat das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim für Recht erkannt:

  1. Das nicht ausgetragene Meisterschaftsspiel der E-Junioren 1.Kreisklasse, wird gemäß § 29 (4a) der SpO des FLB mit je 0:2 Toren für die Vereine BSV Rot-Weiß Schönow und SV Biesenthal 90 als verloren gewertet.
  2. Darüber hinaus werden beide Vereine gem. § Anh.2.1. (p) RuVO des FLB zu einer Geldstrafe in Höhe von 100,00 Euro verurteilt.
  3. Die Verhandlungskosten tragen bei Vereine.

Gründe:

Die beiden o.g. Mannschaften führten ein Spiel durch, welches nicht wie in der ergänzenden Wettspielanweisung des FK OHV/BAR § 5 (5.2) durch einen ausgebildeten Schiedsrichter oder regelkundigen Trainer /Übungsleiter geleitet, sondern nach Eintragung im Spielberichtsbogen nach den Regeln der "Fair Play Liga" durchgeführt.

Nach Einlassung der Trainer stand zu dem Spiel kein Schiedsrichter zur Verfügung.  Man einigte sich, das Spiel ohne Schiedsrichter nach "Fair Play Regeln" durchzuführen.

Die Regeln der "Fair Play Liga" gelten jedoch ausschließlich bei den G - F Junioren.

Gemäß § 15 (6) der JO des FLB gelten für die Spielleitung bei Pflichtspielen grundsätzlich die Festlegungen der SpO § 35 (1) bis (3) und (5).

Ist kein geprüfter Schiedsrichter anwesend, so müssen sich die Spielpartner auf einen nicht geprüften Spielleiter einigen, wobei dem Angebot des gastgebenden Vereins Vorrang zukommt. Dies hätte insofern erfolgen können und müssen, da auf dem Spielprotokoll eingetragen, zwei Trainer sowie drei Trainerassistenten von beiden Mannschaften anwesend waren.

Der Verstoß gegen die ergänzenden Wettspielanweisungen des FK OHV/BAR begründen die Punkte 1.-3. des Urteils.

(A. Krüger – Jugendsportgericht)


Aktenzeichen 00012-17/18-JSGOHV/B

In der Sportrechtssache gegen den Verein FSV Basdorf wegen des Verstoßes gegen die Stammspielerreglung der F-Junioren 1.Kreisklasse, hat das Jugendsportgericht des Fußballkreises Oberhavel/Barnim durch für Recht erkannt:

  1. Das Meisterschaftsspiel der F-Junioren 1.Kreisklasse, BSV Blumberg - FSV Basdorf II, wird gemäß § 29 (4c) der SpO des FLB mit 0:2 Toren für den Verein FSV Basdorf als verloren und mit 3 Punkten und 2:0 Toren für den Verein BSV Blumberg als gewonnen gewertet.
  2. Darüber hinaus wird der Verein FSV Basdorf gem. § Anhang Nr.2.1 (g) RuVO des FLB zu einer Geldstrafe in Höhe von 75,00 Euro verurteilt.
  3. Die Kosten des Verfahrens trägt der Verein FSV Basdorf.

Gründe:
Die F - Jun. des FSV Basdorf II setzten im o.g. Spiel zwei Spieler ein, die laut der Stammspielerreglung in der ersten F - Jun. Mannschaft festgespielt sind. Im Sinne von § 9 (5) der SpO ist laut § 15 (9) der JO zur Erhaltung der sportlichen Fairness bei den F - Junioren in Pflichtspielen unterer Mannschaften nicht mehr als ein Spieler der höheren Mannschaft einzusetzen.
Der Verstoß gegen die Stammspielerreglung begründet die Punkte 1. -3. des Urteils.

(A. Krüger – Jugendsportgericht)


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