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Claudia Mandrysch ist unsere neue Verbandstrainerin
04.02.2022 18:33

Mit ihr haben wir fortan eine weitere DFB-Pokalsiegerin in unseren Reihen. Neben unserer Geschäftsführerin Anne Engel, die 2008 mit dem 1.FFC Frankfurt den DFB-Pokal gewinnen konnte, ist nun Claudia Mandrysch. die Zweite im Bunde, denn sie streckte 1998 mit dem FCR Duisburg (heute MSV Duisburg) den Pokal in die Höhe. „Wir sind damals mit den Männern des MSV in einem Bus nach Duisburg zurückgekommen und gefühlt hat uns die ganze Stadt begrüßt und gefeiert. Das war ein besonders schöner Moment, reflektiert Mandrysch im Interview. 

Die 52-Jährige ist seit dem 1.1.2022 Verbandstrainerin beim FLB und möchte die talentierten Mädchen auf ihrem Weg in den Spitzenfußball begleiten. „Ich fühle mich zuerst den Talenten 

verpflichtet. Voraussetzungen für solch eine Förderung sind immer verbindliche Zusammenarbeiten auf allen Ebenen und eine gute Kommunikation insbesondere zwischen Verband, Sportschule, Heimatverein und Turbine Potsdam als Verbundpartner“, so Mandrysch weiter. Besonders wichtig ist ihr, ein gemeinsames Konzept und eine gemeinsame Ausbildungsphilosophie zu entwickeln, um so vielen Mädchen wie möglich bestmögliche Bedingungen zu schaffen. 

Im FLB sinken die Mitgliederzahlen, ein Trend, der deutschlandweit feststellbar ist und diesen möchte die gebürtige Oberschlesierin aufhalten und umkehren, denn „Mädchen und Frauenfußball ‚made in Brandenburg‘ war Jahrzehnte lang ein Garant für absolute Top-Athletinnen, das soll auch in Zukunft so bleiben und darf nicht verloren gehen. Die Konkurrenz im Frauenfußball ist inzwischen viel größer als früher, insbesondere da viele Männer-Bundesliga-Vereine in den Frauenfußball einsteigen und vor allem investieren.“ 

Mandrysch, die auch im Alter von 47 Jahren noch Deutsche Meisterin beim Ü35-Frauen-Cup geworden ist, hat früher schon oft gegen den 1.FFC Turbine Potsdam gespielt und hat diese Spiele „geliebt“. Jetzt ist sie Teil des Verbundsystems, in dem der FLB, aber auch Turbine vertreten sind und möchte helfen, den Frauen- und Mädchenfußball in Brandenburg voranzubringen. „Der FLB hat im Frauenfußball nicht zuletzt auch durch Turbine Potsdam, der Sportschule und den vielen Erfolgen einen besonders guten Ruf. Das Ausbildungsgelände in Potsdam besitzt optimale Bedingungen, um talentierte Fußballerinnen auszubilden. Ich bin sehr stolz, jetzt dazuzugehören und will mein Bestes geben, um eine erstklassige Fußballausbildung zu gewährleisten“, so Mandrysch im Interview nach Ihrer Vertragsunterschrift. Die Aufgabe passt nun perfekt in ihr neues Leben, denn erst vor Kurzem ist sie nach Brandenburg ins Havelland gezogen. 

Aufgewachsen in Ostwestfalen hat Claudia Mandrysch bereits in der Schule die erste Begegnung mit dem Fußball gehabt: „Meine damalige Sportlehrerin hat mehrere Mädchen aus meiner Klasse gefragt, ob wir Lust hätten, im Verein zu spielen, das war Anfang der 80er Jahre noch eine besondere Sportart für Mädchen. Ich habe fortan beim SV Benhausen, einem Dorf in der Nähe von Paderborn, angefangen im Verein zu spielen.“ 

Nach einigen Jahren als Geschäftsführerin im Sozial- und Gesundheitswesen hat die ausgebildete Suchttherapeutin und Supervisorin wieder zurück zum Sport gefunden. „Der Fußball hat mich auf mein berufliches Leben extrem gut vorbereitet: Er hat mich stark und krisenfest gemacht. Ich gebe nie auf und finde in schwierigen Situationen immer einen Ausweg. Er ist die beste Vorbereitung auf ein zufriedenes Leben, privat und beruflich“, so Mandrysch, die prädestiniert dafür ist, Menschen und Organisationen in Veränderungsprozessen zu begleiten. Genau diese Fähigkeit können wir gebrauchen und heißen Claudia Mandrysch herzlich Willkommen. 

5 Fragen, 5 Antworten von Claudia Mandrysch 

Meine persönlichen Lieblingsspieler*innen sind… 
…Typen wie Thomas Müller, weil er mit Leichtigkeit, Lust und Leidenschaft Fußball spielt, niemals aufgibt und immer Spaß am Spiel behält. Bei den Frauen sind es Spielerinnen wie Megan Rapinoe, weil sie sich nicht verbiegen lässt und selbstbewusst ihre Meinung vertritt.

Im Profifußball schlägt mein Herz für… 
…Mannschaften, die den Sport in den Mittelpunkt stellen, wie zum Beispiel der SC Freiburg: Sie haben ein klares Konzept im Jugendbereich und bleiben sich treu. Aus wenig viel machen, ist eine besondere Kompetenz, die ich sehr schätze.

Bundesliga-Konferenz oder Brandenburgliga-Spiel? 
Beides hat seinen Reiz, die Mischung macht´s.

Das Besondere am Frauenfußball ist für mich, dass…
…er noch sehr viel Ausbaupotential besitzt und ich das Gefühl habe, die Zeit reif für mehr Professionalität im Frauenfußball ist.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass…
…ich gesund bleibe und ich mir den Spaß am Sport und meiner neuen Aufgabe erhalte. 

(Quelle: www.flb.de)


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